Das "PAHLHUUS" in Zarrentin ist unser Informationszentrum und heißt so, weil es auf 48 Stahlpfählen steht. Es ist ganzjährig geöffnet und zeigt verschiedene Ausstellungen. Außerdem gibt es in Zarrentin ein altes Zisterzienserkloster aus dem 13. Jahrhundert, das in einer Sage untrennbar mit dem Schaalsee verbunden ist.
Wenn du verschwiegene Buchten erkunden möchtest, die vom Land nur sehr schwer zu erreichen sind, kannst du an Elektrobootfahrten teilnehmen.
Oder interessierst du dich für Elfen? Dann bist du in Neuenkirchen genau richtig. Denn dort gibt es eine Elfenschule mit einer Ausstellung der Künstlerin Ines Bargholz. Aus zarten, hauchdünnen Pflanzenmaterialien zaubert sie die schönsten Elfen. Natürlich kannst du dir hier auch deine eigene kleine Elfe basteln oder du nimmst an der Elfenwanderung entlang des Neuenkirchener Sees teil.
Im Sommer gibt es in den Dörfern unserer Region zahlreiche Märkte. Wenn du verschiedene Leckerbissen der Region probieren möchtest, bist du auf dem Biosphäre-Schaalsee-Markt am PAHLHUUS jeden ersten Sonntag von April bis Oktober genau richtig.
Auch Rögnitz hat mit dem Betrieb "Kunst & Käse" etwas Besonderes zu bieten. Unter einem Dach findest du hier ein Filmmuseum, eine Käserei, eine Galerie und einen richtigen Dorfladen. Traditionelle, fast vom Aussterben bedrohte Ziegenrassen liefern die Milch für leckeren, handgemachten Käse. Außerdem kannst du dich über alte Handwerkstechniken informieren. Und im Winter werden Filme gezeigt und interessante Vorträge gehalten.
Wenn im Frühjahr und Herbst die Gänse und Kraniche bei uns ihre Rast einlegen, dann zieht es besonders die Vogelkundler an den Schaalsee. Vom Förderverein Biosphäre Schaalsee e. V. und dem Biosphärenreservat werden hierzu auch speziell geführte Touren angeboten.
Art des Schutzgebiets: Biosphärenreservat
Größe: mit 309 km² ist das Biosphärenreservat Schaalsee etwa so groß wie die Stadt Bremen
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Ranger: 12
Mitarbeiter: 46
Das Schutzgebiet gibt es seit: 1990 als Naturpark und seit 2000 als Biosphärenreservat
Die Naturlandschaft und ihre Bewohner:
Die Landschaft unseres Biosphärenreservates ist sehr abwechslungsreich. Du kannst durch dunkle Buchenwälder und nasse, sumpfige Wälder, sogenannte Bruchwälder streifen. Dabei wirst du viele Moore sowie zahlreiche Seen und Kleingewässer erspähen. Aber auch vom Menschen geschaffene Landschaften wie Weideland, Feuchtwiesen und Äcker wirst du bei einem Streifzug durch unsere Natur entdecken.
Der Schaalsee selbst ist mit 71,5 m Tiefe der tiefste See Norddeutschlands. Er hat viele Halbinseln und Inseln und ist so groß, dass es keine Stelle gibt, von der aus du ihn im Ganzen sehen kannst. Der bekannteste Fisch im Schaalsee ist die Maräne, die auch glaichzeitig das Wappentier der Stadt Zarrentin darstellt. Aber auch der Seeadler und der Biber sind hier zu Hause. Sogar der vom Aussterben bedrohte Fischotter fühlt sich hier wohl. Darauf sind wir besonders stolz, denn von diesen Tieren leben nur noch 700 in Deutschland. Und im Spätsommer und Herbst legen Kraniche und Wildgänse auf ihrer langen Reise eine Rast bei uns ein.
Da die Landschaft so einzigartig ist, haben sich auch viele Künstler hier angesiedelt. So kannst du z.B. die berühmte 350 Jahre alte Klopstock-Eiche besuchen. Unter der saß einst der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock und rühmte die Landschaft. Außerdem wurde bei uns der Kinderfilm "Hände weg von Mississippi" gedreht. Da siehst du die Landschaft und bekommst eine tolle Feriengeschichte erzählt.
Besondere Tiere und Pflanzen:
Die Hauptaufgabe des Amtes für das Biosphärenreservat Schaalsee ist es, auf die Einhaltung der Naturschutzgesetze zu achten. Gleich an zweiter Stelle steht die Herausforderung, die Schaalseeregion so zu entwickeln, dass kommende Generationen einen ebenso lebenswerten Landschaftsraum vorfinden, wie wir ihn heute haben. Dazu gehören vor allem der Artenschutz für Tiere und Pflanzen sowie der Schutz ihrer Lebensräume. Zusätzlich bieten die Mitarbeiter des Reservates Führungen, Kinderprogramme und vieles mehr an, um euch und andere Besucher sowie die Bewohner über das Biosphärenreservat zu informieren. Darüber hinaus versucht das Amt, regionale Entwicklungen in Einklang mit der Natur zu bringen. Dadurch sollen die Menschen auch weiterhin ihren Lebensunterhalt verdienen können und die Natur dabei nicht zerstört werden.
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